Solarstromvergütung

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Grundsätzlich können private Solaranlagen an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen werden. Aufgrund einer Aktualisierung von bisher geltenden Bestimmungen wird der zur Verfügung gestellte Solarstrom jedoch nicht mehr so hoch wie bisher vergütet. Bereits seit Juli 2010 erhalten die Besitzer von Solaranlagen auf Ackerflächen gar keine Vergütung mehr. Lediglich der aus Freilandanlagen gewonnene Solarstrom wird noch vergütet. Zu der Gruppe der Freilandanlagen gehören beispielsweise alle Anlagen, welche abseits von einer Autobahn errichtet werden. Sofern sich eine Solaranlage auf einem Gebäude befindet, ist diese nur bedingt förderungsfähig. So muss es sich bei dem genutzten Gebäude um ein Wohnhaus handeln. Alternativ dürfen auch Ställe zur Erzeugung von Solarstrom mit entsprechenden Anlagen bebaut werden.

Eine weitere Regelung des Gesetzgebers soll darüber hinaus vor einem eventuellen Missbrauch der Solarstromvergütung schützen. So wurden in der Vergangenheit immer wieder Industriegebäude extra zur Erzeugung von Solarstrom errichtet oder umfunktioniert. Ab sofort wird für Solaranlagen auf einem Industriegebäude keine Vergütung mehr gezahlt. Damit möglichst viele Besitzer von Solaranlagen in den Genuss einer Solarstromvergütung kommen, sieht der Gesetzgeber eine weitere Regelung vor. Hieraus resultierend wird pro Solaranlage lediglich eine Leistung von bis zu 10 Megawatt vergütet. Sämtlicher Solarstrom, welcher jenseits dieser Grenze erzeugt wird, kann jedoch erfolgreich vermarktet werden. So lassen sich an der Strombörse mitunter attraktive Vergütungen erzielen. Bisher hatten die Besitzer von Solaranlagen die Möglichkeit auch für ihren Eigenverbrauch eine Solarstromvergütung zu beziehen. Im Rahmen der gesetzlichen Änderungen wird jedoch nur noch der zur Verfügung gestellte Strom vergütet. In Bezug auf die Solarstromvergütung sollten grundsätzlich einige grundlegende Regeln berücksichtigt werden.

So spielt unter anderem der Zeitpunkt der Inbetriebnahme von einer Solaranlage eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Alle Solaranlagen, welche ab dem 01.09.2012 zur Erzeugung von Solarstrom in Betrieb genommen wurden, erzielen in der Regel eine Solarstromvergütung von bis zu 18,54 Cent pro Kilowattstunde. Die zu erzielende Vergütung wird jedoch mit steigender Menge immer weniger. Bis zur gesetzlichen Grenze von bis zu 10 Megawatt pro Solaranlage wird in der Regel eine Solarstromvergütung in Höhe von 15,69 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Alle Solaranlagen, welche nach dem 01.01.2013 in Betrieb genommen wurden, unterliegen einer spürbaren Degression. Grundsätzlich kann eine Solarstromvergütung in Höhe von 17,02 Cent pro Kilowattstunde erzielt werden. Größere Mengen werden lediglich mit 14,4 Cent pro Kilowattstunde vergütet.